Liebe Scholzes, liebe Friends!

Schön – S&F Agenda in Berlin bekämpft Vorurteile für die Bundesagentur für Arbeit. Klingt toll und wünschenswert! Und schon in der entsprechenden Pressemeldung beweist Ihr alten Hasen einfach unglaubliches Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und Sachkompetenz. Von “Hartz IV” ist da mehrfach die Rede wie auch von “Hartz-IV-Empfängern” – und im Gegensatz zu mir verwendet Ihr nicht einmal Anführungszeichen, um diesen Schrott als rein umgangssprachlichen Terminus zu deklarieren.

Räumen wir doch mal mit dem ersten Vorurteil auf, liebe Werbefutzis (ich darf das sagen, bin selber aus der Branche): Es gibt keine Hartz-IV-Empfänger! Es gibt Leistungsempfänger nach dem SGB II, aber von “Hartz-IV-Empfängern” sollte eine Profiagentur, die sich zum dritten Male in Folge anschickt, für ein positives Image von Erwerbslosen streiten zu wollen, vielleicht besser nicht reden oder schreiben – zumindest nicht, wenn sie auch bei den Betroffenen den Eindruck erwecken möchte, für sie und nicht gegen sie zu agieren.
So verlockend die Verwendung solch umgangssprachlicher Wortkrankheiten auch sein mag – bei mir weckt die Verwendung zunächst einmal gravierende Vorurteile bezüglich Eurer Sachkompetenz – und die müsst Ihr dann wieder mühsam bekämpfen. Muss doch nicht sein!

Gerne habe ich Euch meine “hilfreichen Hände” zur Verfügung gestellt, denn “ich bin gut” zu Euch!

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Euer
Frank Kopperschläger

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Hintergrund: Scholz & Friends Berlin bekämpft Vorurteile für die Bundesagentur für Arbeit

Wie aus der Bundesagentur für Arbeit zu vernehmen ist, möchte man in den kommenden drei Jahren 17000 Stellen in der Arbeitsverwaltung streichen.
“Wir werden von 176 Geschäftsstellen auf 154 gehen.” Dennoch soll an allen Orten ein Standort erhalten bleiben – dazu seien jedoch flexible Lösungen notwendig. So könne sich die Geschäftsstelle beispielsweise in ländlichen Gebieten an drei Tagen in der Woche bei der Sparkasse einmieten, sagte BA-Chef und Reformer Weise.

Welche Standorte betroffen sind und wie flexibel sich das neue Servicenetz darstellt, ist derzeit noch unklar. Die Redaktion von kopperschlaeger.net hat  jedoch keine Kosten und Mühen gescheut und bereits einen möglichen Standort für die flexibilisierte Bundesagentur für Arbeit ermittelt: welcome to your JobShop ®

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Hintergrund: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,804746,00.html

Frank-Jürgen Weise, oberster Feldherr des größten stehenden Heeres in Europa, wird künftig im Auftrag des Verteidigungsministeriums eine Kommission leiten, die Vorschläge für eine »effiziente und einsatzorientierte« Struktur der Bundeswehr entwickeln soll.
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, der ja bereits in den vergangenen Jahren Qualitäten im Aufbau stehender Strukturen bewies, ist dafür sicher der geeignetste denkbare Kandidat. Fahnenflucht beispielsweise ist bei seiner bisherigen Truppe kein Thema: einmal dabei, bleibt man ein Leben lang!
Wir sind uns sicher, dass Herr Weise die Synergie-Effekte zu nutzen wissen wird – schließlich bleibt der umtriebige Reformer natürlich weiterhin Chef der BA. Bundeswehr reformieren ist für einen Mann seines Schlages allenfalls ein Job im Hobbyformat, den man nebenher erledigt. Denkbar wären beispielsweise “Ein-Euro-Kombatanten”, die man als preiswerten Truppenersatz in Afghanistan sicher gut gebrauchen könnte. Auslandserfahrung ist schließlich ein Skill, der den Erwerbslosen sicher Pluspunkte bei Bewerbungsgesprächen bringen würde.

Wir hingegen würden allerdings folgende Lösung bevorzugen: Gliedern Sie die kleinere Truppe doch einfach an die große an – die paar Männekes mehr wird die BA schon verkraften – und billiger wäre es allemale. Und wie gesagt: Fahnenflucht gibt es nicht bei der BA!

Quelle: http://www.jungewelt.de

 
 
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