Baden-Württembergs Schulleiter in Stuttgart sowie den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Rems-Murr erhielten in den letzten Tagen anscheinend Post von ihrem Regierungspräsidium.  In diesem Schreiben (einfach auf Foto klicken für vergrößerte Ansicht) werden die Schulleiter und Schulleiterinnen aufgefordert, Lehrkräfte zu denunzieren, die vermeintlich Schülerinnen und Schüler zu der wegen Polizeigewalt in die Schlagzeilen geratenen Schülerdemonstration am 30.09. begleitet haben könnten.

In dem Schreiben vom 01. Oktober heißt es unter anderem, dass Lehrer, die dem Unterricht an besagtem Tage ferngeblieben seien, bis zum 04. Oktober dem Regierungspräsidium zu melden seien, um “bei etwaigen Dienstrechtsverletzungen die erforderlichen rechtlichen Konsequenzen ziehen zu können (…)”.
Ferner macht man sich Sorgen, die Lehrerschaft könne in Misskredit gebracht werden ob der Gerüchte, dass Lehrer eventuell ihre Schüler zu besagter Skandaldemo begleitet haben könnten.

Wir fragen uns an dieser Stelle ernsthaft, ob das Regierungspräsidium mit der gleichen Vehemenz gegen die für die unfassbare Gewalt gegen Kinder und Jugendliche Verantwortlichen ermittelt und vorgeht. Dies ist jedoch wohl zu bezweifeln!
Anstatt, sofern überhaupt Lehrkräfte teilgenommen haben, diese Lehrkräfte zu Beobachtungen von Polizeigewalt gegen Schüler einer genehmigten Demonstration zu befragen, um die notwendigen Schritte gegen die Verantwortlichen des Skandal-Polizeieinsatzes einleiten zu können, versucht das Regierungspräsidium sogar noch, die zu kriminalisieren bzw. disziplinieren, die sich eventuell schützend vor die Kinder gestellt haben könnten.

Für uns ist dies nur ein weiterer Mosaikstein in einer unglaublichen Chronik von Verfehlungen, Vertuschungen und Skandalen rund um das Thema “Stuttgart 21″. Wir hoffen, dass sich die Schulleiterinnen und Schulleiter der betroffenen Schulen diesem “Aufruf zur Denunziation” geschlossen verweigert haben und sich statt dessen in aller Form dafür einsetzen, den wirklichen Skandal um die besagte Demonstration aufzuklären. Den Lehrerinnen und Lehrern, die sich verantwortungsvoll um die Schülerinnen und Schüler der angemeldeten und genehmigten Demonstration gekümmert haben, möchten wir dafür unseren ausdrücklichen Dank aussprechen und unsere uneingeschränkte Solidarität zum Ausdruck bringen.

Diszipliniert die Täter, nicht die Opfer des skandalösen 30. September, der als “Schwarzer Donnerstag” oder “Blutiger Donnerstag” in die Geschichte der Stadt Stuttgart eingegangen ist!

70 Kommentare bis “Stuttgart 21: Denunziantenstadl im Schwabenländle?”

  1. Oliver sagt:

    Die Denunziation ist Kultur in der Schule und wird weiter gepflegt. So hörte ich von meiner Schwägerin in spe (Lehrerin im Referendariat), dass sie nun eine “ganz tolle Methode” anwendet.

    Die Schüler arbeiten in Gruppen und sagen dann der Lehrerin nachher, wer die Aufgabe am schlechtesten gelöst hat! Dieser bekommt dann “besondere Aufmerksamkeit”.
    Mir ist die Hutschnur geplatzt.
    Schüler sollen von klein auf angestiftet werden, ihre Mitschüler quasi zu “verpetzen”? (Sie hatte überhaupt kein Unrechtsbewusstsein und fühlte sich von mir persönlich angegriffen.)
    Der obige Artikel beschreibt doch im Prinzip genau das gleiche:
    Lehrer verpetzen ihre Kollegen.
    Schüler sollen ihre Freunde verpetzen.
    In meiner Schulzeit hat man postwendent einen Eintrag in Klassenbuch für “Petzen” erhalten.
    Nun sollen die Familien und dann die sozialen Strukturen zerstört werden. Jeder soll jedem mißtrauen und sich von jedem beobachtet und kontrolliert fühlen.
    Offenbar “from the root to the fruit”.

    Antworten
    • Hi!

      Im Sinne der “sozialen Kontrolle” fördert das ein Staat vehement! (Wie am Beispiel der beleidigten Pädagogin zu erkennen)

      Siehe z.B. “Steuerhinterziehung: Keine Belohnung für Denunzianten” (Stern-Artikel v. 13. Februar 2009)

      Daraus zitiert:

      “Quasi aus einem Jux heraus beschlossen die drei eine Firma zu gründen: “Vermittlung von Beweismaterialien bezüglich Steuerhinterziehungen”. Am 10. März 2008 erteilt die Stadt Hagen die Gewerbeerlaubnis für die “Firma Steuerverrat”. Eine Woche später geht die Seite http://www.steuerverrat.de online. Potenzielle Kunden können dort lesen, dass 85 Prozent der Summe, die “Steuerverrat” als Belohnung für die Informationen aushandelt, an den Informanten fließen.”

      Klassenbucheinträge für “Petzen” sind jetzt nicht so bekannt, aber das so genannte Bestrafen durch “ausgrenzen” der “Petze” durch die Gemeinschaft umso mehr. Selbstregulierung nannte man das damals auch. Jemanden verraten, dass hat man einmal gemacht, und danach nie wieder.

      Wer aber glaubt, es sei etwas neues, eine Schülerdemonstration mit Gewalt aufzulösen darf sich gerne zurückerinnern, als z.B. in Hamburg (24.3.2003) eine Friedensdemonstration wegen des anstehenden Irakkriegs von “Jugend gegen den Krieg” “aufgelöst” wurde, weil ein Dutzend Menschen Flaschen warfen. (damals im Amt: Innensenator Schill)

      “Schmeiß einen Stein durchs Fenster einer US-Botschaft, du bist der kriminelle Sachbeschädiger. Schmeißt ein Staat Bomben auf Städte, dann ist das legal. Und unantastbar.”

      Anstiftung und Belohnung für Denunziation ist geistige Brandstiftung. “Kriege” fangen nicht mit Lügen an, “Kriege” fangen im Kopf an.

      Mit freundlichen Grüßen

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      • Oliver sagt:

        Danke :) Da sprichst Du das nächste Problem an, denn diese “Selbstregulierung”(die Schmähung und Verachtung der Petze durch die Kollegen) soll systematisch abtrainiert werden.
        Mir, als Schüler, wäre die Petze damals gar nicht sofort aufgefallen, wenn nicht der Lehrer stehenden Fußes darauf richtig reagiert hätte. Dafür bin ich ihm dankbar, weil es meinen Blick schärfte.
        Ich habe als Schüler nicht viel hinterfragt. Kinder hinterfragen allgemein wenig, das ist normal und daher brauchen sie umso mehr Schutz.
        Sowas passiert aber heute nicht mehr, eher im Gegenteil, und das formt die Charaktäre.
        Thema Doppelmoral zieht sich ja durch alle Schichten, durch eigentlich alle Themengebiete (wo anfangen, wo aufhören?)
        Gruß

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  2. neutralo sagt:

    Ich denke, hier sollte von rechts wie von links, von pro wie von contra, mal ein bischen de-eskaliert werden. Dass bei der Demo TeilnehmerInnen verletzt wurden, ist schrecklich, klar. Dass diejenigen, die für Körperverletzungen verantwortlich sind, dafür auch gerade stehen müssen, steht ausser Frage. Dass aber einE LehrerIN, der während seiner Dienstzeit eine Demo besucht, genauso gegen seine Pflicht verstößt wie ein normaler Arbeitnehmer, der seinem Arbeitsplatz fern bleibt, steht genauso ausser Frage. Sollten SchülerInnen von LehrerInnen sogar zum Haus-/Landfriedensbruch angspornt haben, diese SchülerInnen dabei gar verletzt worden sein, kommen noch ganz andere Dienstpflichtsverletzungen hinzu. Denn, wenn es bei einer Demo zu Gewalt kommt, egal ob berechtigt oder nicht, ist es immernoch die Pflicht eines Lehrers, seine Schäfchen in Sicherheit zu bringen. Kinder und Jugendliche lassen sich zu leicht manipulieren, und sind – nach dem Motto “lieber Demo als Schulbank drücken” – zu leicht zum demonstrieren bereit. (Meine Schulzeit ist nicht zu lange her, und wir haben es auch so gemacht.)

    Die Hysterie der S21-Gegner hilft hier genauso wenig wie die vermeintliche Rambo-Mentalität eines Teils der S21-Unterstützer.

    Also, alle mal nachdenken, wie man die Situation ein bischen “runterfahren” kann, und nicht weiter Öl ins Feuer giessen. Auch wenn es einigen angesichts der Bilder von letzter Woche schwer fallen mag.

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    • fairberichten sagt:

      Zum Teil bin ich Deiner Ansicht – es sollte deeskaliert werden und dann eine Lösung gesucht werden, die dem Willen des Volkes entspricht. Auch Parlamentsentscheidungen sind schließlich von Politikern gefasst worden, die irgendwie das Vertrauen der Wähler gewonnen hatten. Wenn sie es jetzt nicht mehr haben, muss etwas vorgefallen sein. Also ist ein Volksentscheid der einzig gangbare Weg – dazu müsste die Regierung aber über ihren Schatten springen und bereit sein zu deeskalieren.

      Das oben angeführte Schreiben legt jedoch eher nahe, dass hier masiver Druck auf alle ausgeübt werden soll, die für die Regierung “erreichbar” sind – wie z.B. Beamte. Und das ist Manipulation pur. Hier wird, denke ich, Meinungsmache betrieben, der sich die “Stuttgarter Nachrichten” über den Wiener Bahnhof “glanzvoll” anschließen (http://bit.ly/aXCEH4).

      Bislang sieht es danach aus, dass sich nur die S21-Gegner zusammennehmen sollen. Die Befürworter, die Bahn und die Regierung machen genau das Gegenteil. Das kann`s auch nicht sein!

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  3. @kopperschlaegerdotnet

    Es wird, davon ist auszugehen, klar gestellt sein, welche Position warblogdkgermany eingenommen hat, bezüglich genereller Denunziation oder dem Aufruf zur gleichen. Nur sind Quellenangaben häufig hilfreich, eben rein informativ. Wenn etwas nicht auf den ersten Blick „echt“ erscheint, und dies zweifelnd geäußert wird, muss es nicht gleich zwingendermaßen „falsch“ sein. Das wurde nicht behauptet und soll noch einmal gesagt sein dürfen.

    Zur Echtheit dieses Dokumentes, heute am Donnerstag, den 7. Oktober 2010, hat Frau Günzel telefonisch bestätigt, dass es sich um ein „reelles“ Schreiben handelt. Sogar mindestens ein weiteres existiert.

    Weiteres zu dem kurzen Telefonat kann unter warblogdkgermany.blogspot.com unter „Stuttgart 21: Dokument ruft zur Denunziation auf?“ gelesen werden.

    Die klare Position, die warblogdkgermany gegen jede Form des Denunziantentums (ganz besonders staatlich geförderter) bezogen hat ist hoffentlich deutlich im gestrigen hier abgegebenen Kommentar herauszulesen gewesen, und wenn nicht, dann jetzt erneut deutlich gemacht, und unter o.g. Bericht noch wesentlich deutlicher.

    Mit freundlichen Grüßen

    „Der größte Lump im ganzen Land, ist und bleibt der Denunziant“

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    • kopperschlaegerdotnet sagt:

      Wir haben die Anregung zum kritischen Hinterfragen auch keineswegs als negative Kritik oder als Verdächtigung einer Fälschung verstanden, sondern begrüßen es im Gegenteil, wenn unsere Leserinnen und Leser nicht alles, was wir hier veröffentlichen, unkritisch konsumieren, sondern sich selber eine Meinung bilden.
      Umso erfreulicher, dass Euer kritisches Hinterfragen unserer Meldung für Euch zu einem Ergebnis geführt hat, welches die Korrektheit unsere Meldung bestätigt.

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  4. patrick sagt:

    Unglaublich was so alles ans tageslicht kommt -_- eine schande.

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  5. sagt:

    Blockwartmentalität hat doch in Deutschland Tradition…

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  6. schnalle sagt:

    Informiert euch mal. Die Bilder von der Gewalt, die von Demonstranten ausging, sind doch längst publik, auch wenn eure Rädelsführer die unter den Teppich kehren wollen ;)

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    • kopperschlaegerdotnet sagt:

      Sie meinen sicher die knapp 2 Minuten Videoszenen, die die Polizei mit Mühe und Not aus über hundert Stunden Videomaterial zusammen geschnitten hat, und auf denen man – neben einem vereinzelten Maskierten – sehen kann, wie vereinzelt Kastanien und Plastikflaschen auf einen Tonnen schweren Wasserwerfer geworfen werden? ;-)
      Sehr überzeugende Beweise für maßlose Gewalt seitens der Demonstranten, die natürlich den Verlust von Augen, mehrere Nasenbrüche, einen Schädelbasisbruch, eine Handfraktur und hunderte von leichteren Verletzungen rechtfertigen – zweifelsohne.
      Ich hoffe, der Begriff Ironie sagt Ihnen etwas ;-)

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    • Norddeutscher sagt:

      Ich (Anfang 40) bin mit insgesamt 3 Polizisten befreundet (zwischen 30 und 50 Jahre alt). Einer davon ist längst im gehobenen Dienst und hasst(!) die Schläger von der Bereitschaftspolizei. Die beiden anderen sind noch relativ jung, derzeit beide bei der BePo und jedesmal aufgeregt wie junge Hunde auf Dop, wenn irgendwo eine Demo, ein Fußballspiel oder anderes “Event” statt findet. Diese beiden freuen sich aufs Prügeln wie kleine Kinder auf Süßigkeiten und sind enttäuscht, wenn sie dann doch nur im Bereitschaftsraum warten mussten und nicht selbst zum Einsatz kamen. Laut eigener Aussage ist die Prügellust bei mindestens 50% der BePo vorhanden. Die haben Spaß am Krawall!!! Und sorry, möge mir keiner erzählen, dass dies bei der Polizei nicht bekannt und auch so gewollt ist. Strickpullover tragende Softis passen auch schlecht zu den Aufgaben, den den Hundertschaften der Bereitschaftspolizei übertragen werden. Man muss dies einfach wissen und akzeptieren. Wenn ich zur Demo gehe, kann ich halt nur so lange dabei bleiben, bis die staatlich gesponserten Hooligans auf das Volk los gelassen werden und ergreiie danach die Flucht. Oder ich gehöre auch zu den Ideoten, die einfach Spaß am Krawall haben. Das ist dann eine andere Geschichte. Aber ich glaube, DIE beschweren sich auch nicht…

      Antworten
  7. HeinJupp sagt:

    Laut der EU Verfassung war die Polizei nicht nur zu diesen brutalen Mitteln berechtigt, nein sie war sogar dazu verpflichtet. Eigentlich war sie richtig human, denn sie hätte laut EU Verfassung in die Menge schießen sollen, und zwar mit scharfer Munition. Das hat unsere Regierung im vergangenen Jahr unterschrieben und unsere Souveränität damit aufgegeben. Die wenigsten von Euch wissen das wohl. S21 ist nur der Anfang von vielen noch folgenden Ungerechtigkeiten über die wir uns jetzt beschweren, aber das Fundament dazu ist der Vertrag von Lissabon. Beschwert Euch also beim ferngesteuerten Hosenanzug aus dem Osten, dem Ziehkind von Birne. Wer das nicht glaubt soll sich mal im Netz informieren, aber nicht bei den Mainstream Medien, die sind Teil der Missinformation.

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    • Klasse, mag aber noch hinzufügen, beim “Hosenanzug” handelt es sich um die deutsche “Kriegskanzlerin” Frau Angela Merkel. Und bei “Birne” um den 16 Jahre waltenden ehemaligen Bundeskanzler und “Gesamt-Deutschland-Kreatoren” Helmut Kohl, dem “Ziehvater” der zuerst genannten – auch damals neckisch “Kohls Mädchen” genannt.

      Und, wenn davon ausgegangen wird, dass (Zitat) “die wenigsten wissen”, dann kann man ruhig auch ohne Aufklärungsauftrag berichten worum es geht. Und zwar der EU-Verfassung und seinem Paragrafen “Recht auf Leben”, und wann das “Töten” von staatlicher Seite aus kein “Töten” mehr darstellt. Zum Beispiel bei “Aufruhr” (das sind u.a. Demonstrationen). Eine Art “Todesstrafe” ohne rechtliches Gehör, wenn man so will.

      S21 mag der Anfang in BW sein, aber nicht wirklich, auch dort nicht. “Es ist nicht böse gemeint, aber ein Schmunzeln diesbezüglich ist gerade nicht zu verkneifen”

      Mit freundlichen Grüßen

      .

      Antworten
    • zykls sagt:

      Mit dem Vertrag von Lissabon wird wird die Charta der Grundrechte rechtsverbindlich. *

      Im Artikel 2 dieser Grundrechtecharta steht unter (2):
      Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder hingerichtet werden.

      Das Problem liegt im “Kleingedruckten”, in den sogenannten Erläuterungen zur Grundrechtecharta.* Da steht:

      “Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet,”
      wenn es erforderlich ist,
      “einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen”.

      Die zweite Ausnahme, wann die Todesstrafe verhängt werden darf:

      “Für Taten in Kriegszeiten
      oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr.”

      Um diese Textstellen geht es in der ganzen Diskussion. Ziemlich eindeutig!

      Das heißt, in der Grundrechtecharta und damit dem Reformvertrag ist die Todesstrafe nicht mehr grundrechtswidrig! Eigentlich ein Skandal. Politiker reden sich gerne raus, indem sie argumentieren, die Todesstrafe werde damit ja (noch) nicht eingeführt. Dies stimmt zwar, ist aber gar nicht der Punkt. Würden Sie einer Verfassung zustimmen, in der die Todesstrafe nicht mehr verboten ist und sich mit dem Hinweis begnügen, dass dies ja noch lange nicht bedeutet, dass die Todesstrafe auch wieder eingeführt wird? Warum wurden diese Textstellen 2007 wieder in die Erläuterungen aufgenommen?
      Grundgesetz ade?!

      Erläuterungen

      Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union
      http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF

      Erläuterungen zur EU-Grundrechtecharta:

      3. Die Bestimmungen des Artikels 2 der Charta entsprechen den Bestimmungen der genannten Artikel der EMRK und des Zusatzprotokolls. Sie haben gemäß Artikel 52 Absatz 3 der Charta die gleiche Bedeutung und Tragweite. So müssen die in der EMRK enthaltenen “Negativdefinitionen” auch als Teil der Charta betrachtet werden:

      a) Artikel 2 Absatz 2 EMRK:

      “Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um

      a) jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;

      b) jemanden rechtmäßig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtmäßig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;

      *c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen”*.

      b) Artikel 2 des Protokolls Nr. 6 zur EMRK:

      “*Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in
      Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden*; diese Strafe
      darf nur in den Fällen, die im Recht vorgesehen sind, und in Übereinstimmung mit
      dessen Bestimmungen angewendet werden …”.

      http://www.eu-vertrag-stoppen.de/rechtsstaat/recht.html

      Antworten
  8. iche sagt:

    habe selten so einen dämlichen Beitrag wie von Schoenberg, gelesen.
    das gleiche idiotische Problem gbt es in Leipzig mit dem City-Tunnel. Erst sollte es so gegen 400 Mio kosten und nun? Die regierenden Politiker von CDU und FDP die sich gegen die Volksmeinung stellen sind zum kotzen.

    Antworten
  9. Schoenberg sagt:

    Es wurde keine Polizeigewalt bei irgendeiner genehmigten Demo angewendet, da die Schüler nicht auf ihrer genehmigten Demo waren, sondern in ein Bauareal eingedrungen sind. Der Staat ist dazu verpflichtet, Bauplätze zu sichern und ggf zu räumen. Wenn Feuerwerkskörper fliegen und Pfeffer gesprüht wird, ist die Polizei selten so freundlich wie sie es am “blutigen Donnerstag” war. Jammerlämmer.

    Antworten
    • kopperschlaegerdotnet sagt:

      Wer mit Begrifflichkeiten wie “Jammerlämmer” kommt angesichts der teils schweren Verletzungen von Demonstanten, muss sich nicht wundern, wenn zumindest Teile der Befürworter von S21 im Ruf stehen, außer blöden Sprüchen nichts zu bieten zu haben. Danke für den Besuch und leben Sie wohl!

      Antworten
    • bezahlen sagt:

      Solche Typen wie Sie werden für ihre Frechheit noch bezahlen. Verbrecherpack!

      Antworten
    • Papst sagt:

      @Schoenberg:

      Wo kommt denn bitte diese Propaganda her, von wegen die Schüler wären nicht auf ihrer genehmigten Route der Demo gewesen? Waren Sie wohl! Die Demo war bis 17Uhr mit Abschlusskundgebung im Schlusspark genehmigt. Der Polizeieinsatz begann aber schon mittags! Aber selbst wenn, die nicht auf der Route wären – hast du irgendwo in der deutschen Geschichte gesehen, dass Polizei mit Wasserwerfern gegen eine angemeldete Schülerdemo vorgegangen ist, die ihre Route verlassen hat?!

      Mir kann auch keiner erzählen, dass es reiner Zufall war, dass die Polizei dort mit Gewalt durch gegriffen hat – das war Anweisung! Wenn seit 30 Jahren keine Wasserwerfer in Stuttgart mehr im Einsatz waren, sollen sie ausgerechnet für eine Schüler-Demo ausgemottet worden sein?! Ja klar von Schülern geht ja grundsätzlich viel Gewalt aus, die sind bewaffnet, Berufsdemonstranten und knallharte pseudeo-Prügel-Fussballfans!
      Und die einizigen die ich mit Pfeffer-Spray gesehen habe, waren die Jungs vom schwarzen Block – also die staatlich bezahlten! Wie zum Beispiel die bärtige 120kilo-Pittbull-Glatze die auch noch Zugführer beim BFE ist (). Wie kann man so einen – offensichtlich nicht stressresistenten Idiotioten – zum Zugführer machen, hat der das Armdrücken um die Stelle gewonnen oder wie muss ich mir das vorstellen?! Das ist doch das passende Vorbild für alle frisch ausgebildeten Polizisten, die ihre Zeit bei ner Hundertschaft abreißen bevor sie normalen Dienst schieben dürfen.
      OK ich will hier die Polizei nicht über einen Kamm scheren, aber es gibt sicher den ein oder anderen, der in so einer Prügel-Einheit ist, gerade weil er da quasi beinahe sanktionsfrei prügeln darf.
      So jetzt wär das auch gesagt

      Gruß Papst

      Antworten
    • Lesefuchs sagt:

      @Schoenberg
      Selten solch einen Müll gelesen!
      Wenn beim Räumen einer Baustelle Blut fließen muss – tolles Land und tolle Gesellschaft!
      Aber offenbar sind Sie (Schoenberg) genau das Wahlvieh was gebraucht wird. Alle 4 Jahre das Kreuz an der alten Stelle machen und den Rest der Zeit: Maul halten und RTL gucken!!!
      Genau wegen Leuten wie Ihnen hat man es geachafft aus einer Demokratie eine Finanz- und Wirtschaftsdisktatur zu machen. Und das Ende ist lange nicht erreicht!

      Antworten
    • fairberichten sagt:

      Schade, dass Sie ganz offensichtlich nicht wissen, wovon Sie reden. Ich hätte es auch nicht gewusst, wenn ich nicht einen Artikel für meine Homepage geschrieben hätte. Fakt ist, dass Fachleute, wie der Sprecher der “Kritischen Polizisten” sagt, dass die Polizei – sollte die angenommene Demo tatsächlich einen anderen Verlauf genommen haben – nur auf Anordnung des Ordnungsamtes hätte eingreifen dürfen (http://bit.ly/bJSdzz). Das Ordnungsamt war aber gar nicht involviert.
      hinzu kommt, dass der Staat nur dann verpflichtet ist Bauplätze zu sichern und ggf. zu räumen, wenn Anzeige erstattet wird. Einen Tag später hätte das die Bahn machen können. Doch am Donnerstag war noch die Stadt Stuttgart gefragt. Und die hat, laut Medienberichten, keine Anzeige erstattet.
      Auf den Rest Ihres “Superkommentars” erspare ich mir jede Antwort :-(

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