Nachdem mir nur wenige Stunden nach Veröffentlichung des Artikels zum im Netz derzeit heiß diskutierten Thema “Piratenweib” und den zahlreichen Abmahnungen weitere Informationen zugegangen sind, habe ich mich nunmehr kurzfristig entschlossen, besagten Artikel vorerst vom Netz zu nehmen.
Unbezweifelt bleibt weiterhin, dass derzeit mindestens sechs Internetseiten bekannt sind, die definitiv Abmahnungen von Peter Habersetzer erhalten haben, der sich wiederholt als Rechtemitinhaber und somit Entscheidungsbefügter ausgibt. Weitere Empfänger von Abmahnungen sind zu befürchten.

Sämtliche die Abmahnung betreffenden Artikel und Kommentare sind mittlerweile von der Website des Piratenweibs kommentarlos gelöscht bzw. “depubliziert” worden, die von ihr initiierten Seiten “das-deutsche-volk.de” und “das-volk-steht-auf.de” sind ebenfalls wortlos vom Netz genommen bzw in “Wartungsmodus” versetzt worden.

Die Betreiber von www.wir-treten-zurück.de – dem derzeit letzten Überbleibsel der Kampagne – distanzieren sich auf Nachfrage deutlich von Debus/Habersetzer und warnen auf ihrer Seite vor Abmahnungen im Zusammenhang mit dem auch auf ihrer Seite vorzufindenden Text von Piratenweib.

Irgendetwas stinkt in dieser Sache mächtig – ich hoffe, anhand der neuen Informationen morgen im Laufe des Vormittags weitere Details in Erfahrung bringen zu können.

24 Kommentare bis “In Sachen Piratenweib”

  1. Sebastian sagt:

    Einfach Server in Russland aufstellen und gut….;)

    Diese ISI ist aber auch wirklich eine sehr unangenehem Zeitgenossin…ich glaube die bräuchte mal eine gute Therpie…

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  2. rofl sagt:

    @Isi

    “Tauss hat die Ruhrbarone abgemahnt, wegen inhaltlicher dinge; ergo: Privatzensur. Kein Aufschrei, zumindest nicht bei den “Netzbefreiern”.”

    Weil die Ruhrbarone ja auch so wahrheitliebend und Antizensorisch eingestellt sind. ^^ Wer selbst mit der Kettensäge arbeitet, wird wohl mit Richtigstellungen leben müssen. Sind diese bei den Ruhrbaronen nicht anders zu errreichen, muss man das Rechtsystem bemühen. Ich seh da überhaupt kein Problem.

    Seine Persönlichkeitsrechte gegen eine Schmierenkampagne zu wahren, bewerte ich auch als etwas höheres Rechtsgut, als mit Sachen, die ich ohnehin selbst frei unter ne CC-Lizenz gestellt habe, durch die Gegend zu klagen.

    Ursache und WIrkung liegen hier doch grundsätzlich anders.

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    • Isi sagt:

      Na dann stehen dem Piratenweib ja jetzt erst recht alle Mittel und Wege offen: Persönlichkeitsrechts verletzende Beiträge gab es ja nicht zu knapp. Ob überhaupt der Name, Wohnort und sonstiges einer Privatperson recherchiert und veröffentlicht werden darf, wie es in Massen passiert íst, wage ich zu bezweifeln. Ein Wolfgang Preiss, seines Zeichens Pirat (ohne aktuelles Parteiausschlußverfahren), reagierte einst darauf höchst uncharmant:

      http://isquierda.blogsport.de/2010/03/12/jammerlappen-2-0/

      Allerdings ist dann schlußendlich das letzte Refugium, in dem solche Typen noch schalten und walten können, die Piratenpartei. Manchmal kommt es mir so vor, als würden einige dort nur Mitglied werden, um endlich mal erfolgreich irgendwelche Ordnungsmaßnahmen durchzuziehen, in diesem Fall dann Parteiausschluß, Ausschluß aus der Mailingsliste oder die damalige Verwarnung gegen Leena. Nur ist die Piratenpartei als Machtmittel eben langfristig schlecht geeignet, weil sich dafür niemand mehr interessiert.

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  3. Isi sagt:

    Genau das, solche Kommentare machen solche Beiträge wie ihren erst zu dem was er sein soll, einen Vorwand endlich Platz zur Hetze gegen Frauen zu bieten:

    “Traue keinen Piraten und keinen Weibern.

    Ich traue lieber Freunden im Geiste, wie Dir, und echten Frauen, ggg.”

    Ja, ja, ja….Mann muß ja nochmal sagen dürfen, dass Fraun Schweine sind, jetzt wo es – wie zum Beweis – dem Piratenweib an den Kragen geht. Was für ´ne Heuchelei. Wenn ich jedesmal solche Sprüche über Männer ablasse, nur weil täglich einer vor Gericht steht (Tauss, Kachelmann, Fritzl und wie sie alle heißen) wäre der Vorwurf des Männerhasses berechtigt. Nur ist das Netz eben voll mit Frauenhass und jede Kritik an einer Frau, gerade wenn sie so schäbig und unseriös ist wie ihre, zieht sowas nach sich. Genau solche Kommentare: “Traue keinen Weibern.” folgen solchen Beiträgen auf dem Fuß und sie schalten Sie frei. Sie indentifizieren sich mit derart unqualifiziertem Sexismus, der sich nicht mal mehr verkleiden will, sondern ungeniert gegen Frauen hetzt, und es wird von ihnen gebilligt, weil es auf ihrer Plattform steht und nicht kritisiert wird.

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    • kopperschlaegerdotnet sagt:

      Werte Isi,

      Und warum wenden Sie sich in Ihrer Kritik dann nicht an den Kommentator selbst, dessen Aussagen Sie bemängeln, anstatt mich zur Zensur verpflichten zu wollen?

      Ich lasse ja auch Ihre Kommentare zu, obwohl diese mich teils beleidigen! Ich identifiziere mich im Übrigen auch nicht mit Ihnen oder Ihren Aussagen und lasse Sie trotzdem unzensiert zu Wort kommen.

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      • Isi sagt:

        Weil ich offenkundig eine Frau bin und er bereits geschrieben hat, was er von mir in dieser Funktion denkt. Ich bin kein Masochist. Außerdem ist das Ihr Blog und Sie tragen die Verantwortung für alles, was hier steht; auch die Kommentare.

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        • kopperschlaegerdotnet sagt:

          Ach, und weil Sie sich zu bequem sind, soll ich also hier für Sie Leute zensieren? Besagter Kommentator hat sich auch spöttisch über Piraten geäußert – muss ich jetzt zum Schutze der Piraten auch jede Piratenkritik zensieren? Sie haben mich persönlich beleidigt – muss ich das jetzt auch zensieren?
          Sorry, ich bin nicht Ihr Zensurbeauftragter!

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          • Isi sagt:

            Ich bin nicht zu bequem, sondern nur kein Masochist und eben auch nicht der Blogbetreiber. Das sind Sie. Meinen Blog halte ich sexismus-, rassismus-, und faschsmusfrei und Sie bitte ihren.

            Sich spöttisch über die Piraten zu äußern ist ok, wie auch über Soldaten, Feuerwehrmänner, Polizisten und Beamte, aber Sexismus ist wie Rassismus gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und ein Biologismus. Allerdings ist eine Parteimitgliedschaft oder ein Beruf eben keine biologische Determinate (oder wie das heißt) und obwohl man es dafür halten hönnte…*ggg* Darum ist das eine zwar nicht nett, aber hinnehmbar (Piratenspott), aber das andere völlig unmöglich: Sexismus.

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            • kopperschlaegerdotnet sagt:

              Ich muss Ihre Interpretation des Satzes aber nicht teilen – ich habe es eher als spöttisches Wortspiel verstanden: Piraten und Weiber – Piratenweib – ist doch eigentlich ein naheliegendes Wortspiel. Was daran so schlimm sein soll, dass es einer Zensur bedürfte, kann ich nicht so recht erkennen.
              Ich fürchte jedoch, Sie werden es mir gleich ausführlich erläutern :-D

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              • Isi sagt:

                Werter Blogger,

                es geht dabei nicht um die “Weiber”, sondern darum, dass diesen Weibern (oder wie auch immer der User Frauen noch zu nennen pflegen) nicht zu trauen ist und dass nur den “echten” Frauen (oder wie auch immer der User Weiber noch zu nennen pflegen) zu vertrauen sei. Es mir geht also darum, dass ein abwertendes Urteil über alle Frauen (“Weiber”) getroffen wird, dass so weder zutrifft noch so zutreffen kann. Für ich zum Beispiel Tauss zum Anlass nehmen, generelle Aussagen über Männer zu formulieren, dürften Sie mich dann sperren (und das würden Sie bestimmt auch).

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                • kopperschlaegerdotnet sagt:

                  Werte Ines,
                  klar kann man alles auf die berühmte Goldwaage legen – es gibt sogar einen Song mit dem Titel “Männer sind Schweine” – ich glaube von den Prinzen. Deswegen würde ich denen das Kommentieren hier nicht verbieten, weil ich es als Ironie auffasse und nicht als “biologisches Determinat”.

  4. cord sagt:

    danke, Frank, dass Du ambitioniert recherchierst und damit meine Gier nach objektiven Informationen zur “Piratenweib-Connection” befriedigt wird. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, so auch die, dass sich die Angelegenheit auf eine Art und Weise klärt, die Gudrun rehabilitiert. Will nicht glauben, dass besagte Abmahnungspraxis ihre abgefeimte Idee ist. Ein Pandemonium verschiedenster Spekukulationen, teils völlig abwegig, teils nachvollziehbar kursiert durchs Netz, objektive Anhaltspunkte, Tatsachen, Fakten, die belegen, dass Gudrun die Initiatorin der Abmahnungen ist, jedoch nicht. Eine Stellungnahme Gudruns wäre sicherlich sehr hilfreich.

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  5. Isi sagt:

    Nein, es ist ganz ganz wichtig, schon VOR irgendeiner gesicherten Information (außer dass ein paar Blogger wegen Missachtung der Lizenzbedinungen von irgendjemandem abgemahnt wurden, wissen auch Sie nichts) ein Parteiausschlußverfahren gegen Piratenweib anzuleiern (wie geschehen), sie in etlichen Frauenhasserblogs mit Lebenslauf und Mutmaßungen zum Privatleben zu thematisieren und allerlei Dreck über sie auszukippen, der jeder Beschreibung spottet und vor allem aber als Imagepolitur des Kübelkippers dient. Gegen die vergleichsweise harmlose Berichterstattung über Tauss galt es, die Unschuldsvermutung hochzuhalten. Hier kennt sie keiner mehr. Tauss hat die Ruhrbarone abgemahnt, wegen inhaltlicher dinge; ergo: Privatzensur. Kein Aufschrei, zumindest nicht bei den “Netzbefreiern”. Es ist also zudem in bestimmten Fällen und wegen anderer ‘Straftaten’ als Kinderpornografie, zBsp. Abmahnung wegen Uerheberrechtsverletzung, nicht nur wichtig, sondern zwingend notwendig: Soviel Scheiße wie möglich zu erzählen und so wenig journalistische Standards anzuwenden wie geht, um auch dem allerallerletzten, ungläubigen Leser zu vermitteln, dass die eigene Demokratisierung mehr Schein als Sein ist und Rechtsgrundsätze und Konventionen nur benutzt werden wie Lufterfrischer.

    Ich weiß, Frank, dass Sie mit 12 Monaten noch in die Hose geschissen haben. Warum aber scheißen Sie heute ins WWW? Wessen Freiheit meinen Sie, wenn es um “Freiheit im Netz” geht? Dass Sie ihren Beitrag vom Netz genommen haben, ist ansich eine gute Sache, dass sie ihn überhaupt geschrieben und veröffentlicht haben, aber nicht. Denn er ist oft genug verlinkt und kommentiert worden – mit all dem Mist, den er enthält, zudem teilweise sehr frei interpretiert. Dafür tragen Sie Verantwortung. Sie müssen sich bewußt werden, im Internet zieht der sonst unauffällige Frauenhasser richtig blank und sobald sie auch die geringste Kritik gegen eine Frau äußern (und sei es nur ein falsches Satzzeichen) wird es die Frauenhasser und Sexisten veranlassen, “anonym” ihr Lebensleid in die Kommentare zu schmieren. Frauenhasser hassen Frauen, das tun sie immer und zu JEDEM Anlaß. Das ist so, immer. Darum sollten Sie beachten, was Sie über Frauen schreiben. Es sollte also wenigstens sachlich korrekt sein und kein Lebenslaufbashing. Und mit dem derzeit gesperrten Beitrag waren sie wirklich ganz fies dabei.

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    • kopperschlaegerdotnet sagt:

      Werte Isi,

      die Art und Weise, in der Sie in Ihrer liebreizenden Art Vorgänge bagatellisieren, die Ihnen nicht in den Kram passen und dafür Vorgänge überreißen, wenn Sie Ihnen dienlich scheinen, disqualifiziert Sie eigentlich für jegliche Kritik an anderen NetzbewohnerInnen.

      Es wurden nicht “irgendwelche Blogger” abgemahnt, die gegen Lizenzbestimmungen verstoßen haben, sondern es wurden gezielt soziale Selbsthilfegruppen, AIDSforen, KleinstbloggerInnen und gutgläubige UnterstützerInnen der Aktion von Piratenweib abgemahnt, die es gewagt haben, teilweise nur fehlerhaft zu verlinken, während sie das Anliegen von Piratenweib tatkräftigst unterstützten. Eine einfache Mail mit der freundlichen Bitte um Beachtung der Lizenzbestimmungen hätte hier völlig ausgereicht, aber es muss ja mit dem Holzhammer agiert werden. Die ZO-Plattform hingegen, die eine kampfkräftige Rechtabteilung vermuten lässt, wurde nach bisherigem Stand der Dinge wegen des selben “Vergehens” der falsch umgesetzten Lizenz nicht abgemahnt. Dass die CC-Lizenz zudem binnen kurzer Zeit mehrfach verändert wurde, sei nur am Rand bemerkt.
      Auch auf den Umstand, dass Piratenweib selbst für einen einfachen LINK – ohne Zitierung oder Wiedergabe des besagten Textes – urheberrechtliche Erwähnung eingefordert hat, will ich nicht näher eingehen, so ergiebig das auch wäre im Bezug auf Rechtsverständnis, welches bei allen anderen ja zwingend erwartet wird.

      Zudem habe ich – im Gegensatz zu manch anderem – recht viel Arbeit darauf verwendet, tatsächlich mit recht hohem Zeitaufwand zu recherchieren, weshalb mein Artikel auch erst Tage nach dem Aufbrechen des Themas erschien, während so manch andere/r schon nach Stunden ein Urteil parat hatte. Und ich habe, nachdem ich neue Informationen erhielt, die Zweifel am bisherigen Bild zumindest nähren, die Konsequenzen gezogen und den bisherigen Artikel zunächst zurückgenommen – trotz “hoher Verlinkung und Kommentierung”.

      Obendrein habe ich mehrfach versucht, mit Piratenweib in Kontakt zu treten, bevor ich meinen Artikel veröffentlichte, um ihre Version zu hören und ihr Gelegenheit zu geben, Stellung zu beziehen bzw. die Vorwürfe zu entkräften und ihre Sicht darzustellen. Mailanfragen wurden jedoch nicht beantwortet, eine telefonische Nachfrage scheiterte an der schlichten Tatsache, dass Piratenweib zwar eine Telefonnummer in ihrem Impressum angibt, diese aber schlicht ein Fake ist, denn sie führt den Anrufer zu einem sogenannten “Abwimmelservice”.

      Kühlen Sie ihr Mütchen also bitte an jemand anderem, denn ich versuche zumindest fair und verantwortungsvoll mit der Angelegenheit umzugehen und ungeachtet von “Verlinkungserfolgen” auch zu reagieren, wenn sich neue Anhaltspunkte ergeben.

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      • Isi sagt:

        Ich darf ja nicht einmal antworten…*gg* Wovor haben Sie denn Angst, hm?

        Ihr Artikel war in der Tat wunderbar zusammengegoogelt und eine grandiose Fleissarbeit. In etwas so wie der Artikel bei den Ruhrbaronen über Tauss: http://www.ruhrbarone.de/arger-mit-tauss/ Damals hieß es übrigens mehrheitlich, der liebe Jörg müsse quasi so vorgehen, denn seine Ehre sei bedroht, seine Karriere am Ende, sein Leumund stünde auf dem Spiel. Ein paar Monate später war er rechtskräiftg verurteilt und an der Tauss-entlastungsstrategie ändert sich nichts. Dafür wird nun das Piratenweib durchs virtuelle Dorf gehetzt, weil sie die Verwendung der CC-Lizenz anmahnt. Für mich klingt das reichlich verwirrend: Tauss darf abmahnen, einen Text zensieren lassen, weil das Urteil noch aussteht. Piratenweib darf es aber nicht, weil sie Mitglied der Piraten ist. Hm. Allerdings brauche ich gegen Tauss natürlich nicht googeln, denn alles, was er tut ist sowieso toll und es wird sich einfach niemand finden, der dann erklärt, dass eine solche “Recherche” typisch männlich sei oder man ja wisse, dass Männern nicht zu trauen ist, weil er vielleicht doch nicht recherchiert hat. Egal, Platz für Frauenhass ist in der kleinsten Hütte und Sie räumen dafür gern die Stühle frei.

        Gut zu wissen.

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        • kopperschlaegerdotnet sagt:

          Wieso sollen Sie nicht antworten dürfen?
          Die Frage ist aber: kommt von Ihnen irgendwann auch noch mal etwas Substanzielles? Was bitte hat jetzt ein Fall Tauss hiermit zu tun? Ich habe mich dazu nie geäußert, bin auch nicht Mitglied der Piratenpartei – nicht einmal Unterstützer.
          Ich mache meine Kritik an den Abmahnungen gegen zahlreiche Foren, Blogs und Webseiten auch nicht daran fest, dass Piratenweib eine Frau ist – das ist lediglich Ihre seltsame Interpretation des Vorganges.
          Wie ich weiter oben schon geschrieben habe – Sie scheinen es ignoriert zu haben – geht es mir darum, dass zahlreiche Menschen, die die Aktion von Piratenweib teils sehr engagiert unterstützt haben, nunmehr zum Dank dafür KOSTENPFLICHTIG ABGEMAHNT wurden – und nicht, wie von Ihnen brutal verharmlosend dargestellt, angemahnt wurden.

          Würde die Rechteinhaberin Piratenkerl heißen und ein Mann sein, würde das nichts an der Tatsache ändern, dass das kostenpflichtige Abmahnen in diesen Fällen schlichtweg unverschämt und an Dreistigkeit nicht zu überbieten ist. Und aus dieser Kritik, die im übrigen auch viele Frauen teilen, gleich “Frauenhass” zu basteln,ist schon sehr abenteuerlich, um es mal sehr freundlich auszudrücken.

          Ich finde selber regelmäßig Verstöße gegen mein Urheberrecht in den Weiten des Netzes, wäre aber bislang nicht auf die Idee gekommen, private Seitenbetreiber kostenpflichtig abzumahnen, nur weil sie einen Link zu mir nicht gesetzt haben oder meinen Namen nicht genannt haben. Stattdessen maile ich ab und an, wenn es mir die Mühe überhaupt wert ist, betreffende Menschen einfach freundlich an und kläre sie über die Grundzüge der Lizenzbestimmungen auf – kostenlos!
          Sie werden staunen, bis auf eine einzige Ausnahme hat das immer zu dem gewünschten Ergebnis geführt, dass sich die Betreffenden freundlich entschuldigt haben und sofort die fehlenden Angaben korrigiert haben. Die eine Ausnahme hat beleidigt meine Grafik gelöscht, womit der Verstoß dann ebenfalls zufriedenstellend beseitigt war.
          Hinzu kommt noch, dass im Falle des Textes von Piratenweib ausdrücklich um massenhafte Verbreitung gebeten wurde, dass aber sogar Seiten abgemahnt wurden, die anstatt auf Piratenweib auf “www.wir-treten-zurück.de” verlinkten, wo Piratenweib eindeutig als Urheberin genannt ist. Es ging also niemandem darum, sich das Werk zueigen zu machen und sich mit fremden Federn zu schmücken, sondern es wurde nur falsch verlinkt. Wird Sie aber wohl eh nicht interessieren …

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          • Isi sagt:

            Weil Sie mir unterstellen, ich würde hier nur “mein Mütchen kühlen”.

            Ich weise also mit einem bezug auf Abmahnheld Tauss auf die durchaus übliche Abmahnpraxis der Piraten hin, um die Doppelbödigkeit der Argumentation zu veranschaulichen, nach der nun ausgerechnet dem Piratenweib (wieder einmal) die Mitgliedschaft entzogen werden soll, weil sie eben (mutmaßlich) das macht, was bei den Piraten nicht ungewöhnlich ist. Derzeit fordern zBsp. die Piraten Hessen den Sendestopp des TV-Formats “Tatort Internet”. Ob mit oder ohne Stoppschild ist bisher noch unklar. Pirat sein heißt Freibeuter sein.

            Und nein, ansonsten kommt von mir nichts Substanzielles. Natürlich nich, ich bin eine Frau, ergo dumm und vertrauensunwürdig. Ihr Kommentator hat recht. Aber es wäre trotzdem ganz hilfeich, wenn ich so im Rahmen der Meinungsfreiheit auch meine prafanen Ergänzungen hier anbringen kann und Sie entscheiden dann, ob Sie die Freischaltung verantworten können oder es lassen. Ich werde Sie nicht wegen Zensur angehen, weil Sie das Hausrecht hier ausüben. Solange Sie mich aber freischalten, was Sie noch lange nicht verpflichtet, mir auch zu antworten, beleidigen sie mich bitte nicht!

            Ich selbst mahne auch niemanden ab, ich bin Anarchist, aber ich wurde schon abgemant, mehrfach und rechtsmißbräuchlich. Hier bitte ich aber darum, das Niveau der Diskussion im Internet anzuheben, in dem zum Beispiel keine Vorverurteilungen stattfinden, keine Lebensläufe und indiskreten Daten von Privatpersonen veröffentlicht werden (und auch keine Hetze gegen Frauen) und in diesem ganz konkreten Fall tatsächlich auf eine Stellungnahme von Piratenweib gewartet wird. Es wird eine kommen, das weiß ich. Dann kann man sich ja immernoch tobend darüber hermachen, wenn man es dann will, hat aber mit dem Text auch eine Grundlage, die nicht ins Private abriften läßt und belegte Anhaltspunkte bietet. Sich jetzt schon zu den Vorfällen zu äußern, ohne die Haltung der anderen Seite kennen zu können, ist nicht objektiv. Und es wird nicht besser, wenn es in Massen passiert, so dass man nicht mehr dagegen vorgehen kann, wenn man es denn wollte.

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            • kopperschlaegerdotnet sagt:

              Ihre Kritik an irgendeiner Abmahnpraxis der Piraten sollten Sie mit Piraten diskutieren – wie ich bereits erwähnte, gehöre ich dieser Partei nicht an, hege nicht einmal ein gesondertes Interesse an ihr.

              An welcher Stelle ich Sie übrigens beleidigt haben soll, kann ich nicht so recht erkennen – meine Vermutung, Sie würden hier “Ihr Mütchen kühlen”, erfüllt diesen Tatbestand wohl kaum, zumal Ihre Wortwahl an ein bis zwei Stellen auch deutlich zu wünschen übrig lässt, was ich angesichts der konträren Positionen in der Diskussion jedoch nicht überbewerten möchte.

              Und auf eine klärende Stellungnahme von Piratenweib warte wohl nicht nur ich mit Spannung, besonders, nachdem Sie diese ja nun konkret angekündigt haben. Sofern sich aus selbiger entsprechende Erkenntnisse ergeben, werde ich diese sicherlich auch entsprechend würdigen – gegebenfalls in der selben Deutlichkeit, in der ich zuvor Kritik geübt habe.

              Antworten
              • Isi sagt:

                Hier kritisiere ich auch nur ihren unmöglichen, derzeit stillgelegten Beitrag zum Thema Piratenweib und ihre unmögliche Twittermeldung, ich würde ihren Blog “vollkotzen”. Um das zu verhindern, schalten Sie doch einfach meine Beiträge nicht. Aber freizuschalten, um dann erstaunt festzustellen, dass im Rahmen auch Text drin steht und auf Twitter “Blogvollkotzerei” zu beklagen, ist …*äh…uncharmant.

                Antworten
                • kopperschlaegerdotnet sagt:

                  Nun ja, den Charme haben Sie auch nicht gerade erfunden – ich erhebe meinerseits ebenfalls keinen Anspruch darauf ;-)

    • Werte Ines,

      in Deinen Augen sind alle Blogs, die Dir nicht recht geben und Dir nicht willfahren, “Frauenhasserblogs” – egal ob von Frau oder Mann betrieben. Ich möchte nicht Deine peinlichen Aussagen und Forderungen, die Du mir gegenüber anläßlich der Publikationsgelegenheit, die ich Dir gab, öffentlich ausbreiten. Zumindest in meinen Augen wäre das schlechter Stil und ich will auch nicht hören müssen, daß ich Dir etwa kontra gebe, weil Du “eine Frau” und nicht einfach nur eine arme, paranoide Nuss bist. Auch brauche ich gerade von Dir keinen ‘Anarchistenführerschein’ und Du hast die FAU um gut 20.000 potentielle Leser und Interessierte gebracht – ich hoffe, die Genossinnen und Genossen werden es Dir zu danken wissen, daß Du die deutsche Chefanarcha bist.

      Wie dumm kann Mensch eigentlich sein? Du suchst Konfrontation statt Kooperation – Du wirst feststellen, daß Du damit in einer Gemeinschaft nicht weiterkommst.

      Sorry für Frank, daß ich mal meine Meinung nach der Erfahrung mit Dir hier eingestellt habe, aber hätte ich es “bei mir drüben” gemacht – es wäre deutlich unfreundlicher ausgefallen.

      Denk mal nach, Ines – das hat mit “Frauenhass” etc. gar nichts zu tun, nur scheinen Menschen wie Du leider weder diskussions- noch “satisfaktions”fähig. Alles immer nr auf eine Gender-Debatte runterzubrechen ist ja auch so bequem …

      Frank Benedikt

      Antworten
  6. Lieber Frank,

    danke für Deine ausführlichen und gründlichen Recherchen zum Thema.

    Ich habe daraufhin den Beitrag von diesem “Piratenweib” von meiner Homepage und meinen Blogs bei DerFreitag und MySpace, sowie auf meinen Mr.Wong Seiten gelöscht.

    Zwar hatte ich die Quellenangaben und Hinweise auf die Lizenz zur Veröffentlichung korrekt angegeben und verstehe nicht, warum andere das nicht gemacht haben und sich somit für eine Abmahnung angreifbar gemacht haben, aber vom Grundsatz her, würde statt einer Abmahnung unter Bloggern eigentlich eine E-mail reichen, mit der Bitte die Quelle korrekt nachträglich einzufügen.

    Hier kommt mir die ganze Angelegenheit aber mehr als dubios vor! Ich gebe zu, bei Einschätzung der ganzen Angelegenheit habe ich zunächst die Tragweite des Ganzen falsch eingeschätzt, aber ich behaupte von mir auch nicht, fehlerfrei zu sein.

    Der gesamte Beitrag ist jetzt übrigens auf der Homepage von Piratenweib gelöscht worden, da haben die Piratenweiber wohl ein sinkendes Schiff verlassen wollen …

    Bei mir ist der Blog “Piratenweib” jedenfalls dauerhaft untendurch, solche Typen möchte ich in keinster Weise in irgendeiner Form unterstützen!

    Hätte ich mir ja eigentlich denken können:

    Traue keinen Piraten und keinen Weibern.

    Ich traue lieber Freunden im Geiste, wie Dir, und echten Frauen, ggg.

    Herzliche Grüße,

    Dieter

    Antworten
    • Gerald sagt:

      Dass Sozialarbeiter Dieter sich mit echten Frauen auskennt. Grandios.
      Und diese Piratenweiber sind wohl falsche? Uha. Puh.

      Aber mach dir nix draus. Die nächste Abmahnung auf dich wartet schon für deine Webseite.
      Unerreichbares Impressum.
      Viel Glück.

      Antworten
  7. Tweets that mention In Sachen Piratenweib » kopperschlaeger.net -- Topsy.com sagt:

    [...] This post was mentioned on Twitter by © Tobias Fuentes, Frank Kopperschläger. Frank Kopperschläger said: In Sachen Piratenweib: Nachdem mir nur wenige Stunden nach Veröffentlichung des Artikels zum im Netz derzeit heiß … http://bit.ly/c7YMDt [...]

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