Keine Satire, sondern nur Wut und Trauer!
Liebe Gäste!
Heute ist mir nach Satire nicht zumute. Von bis zu 16 Toten und ca. 50 Verletzten ist derzeit die Rede im Zusammenhang mit der Erstürmung des Schiffs-Hilfskonvoys für Palästina durch israelische Sondereinheiten. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der vom israelischen Militär Getöteten und ich hoffe, dass die zahlreichen Verletzten und Verhafteten wohlbehalten wieder nach Hause kommen.
Ohne Worte IV
Von Schmierzetteln und Schmierfinken

Zum Vergrößern einfach anklicken!
Skandal, Skandal, Skandal! Deutschlands lustigstes Fischverpackungsmaterial erklärt uns mal wieder die Welt (nein, nicht das andere Fischverpackungsmaterial, die echte Welt). Hat doch der Günter Blocks (52), Landesgeschäftsführer der NRW-Linken, angeblich seinen Schmierzettel bei den Sondierungsgesprächen mit Rosa/Grün vergessen, aus welchem all seine Boshaftigkeit hervorgeht – und die Fischverpackungsredakteure erklären uns interaktiv, was die “wirren Notizen” zu bedeuten haben (siehe: http://www.bild.de/BILD/politik/2010/05/26/dieser-schmierzettel-sprengte-rot-rot-gruen-nrw/bild-de-erklaert-die-wirren-notizen.html )
Unter Punkt 1 heißt es beispielsweise “Wir sind hier nicht in Berlin!”. Laut Fischverpackungsmaterial ein Hinweis darauf, dass der Landesverband der NRW-Linken nichts mit der DDR-Geschichte zu tun haben will (???)! Oder vielleicht auch nicht? Vielleicht ist Blocks auch einfach nur mies in Erdkunde und hatte Angst, seine Verhandlungspartner mit einem freundlichen “schön, Sie hier in Berlin mal zu treffen!” zu verprellen?
Schmierzettelanalyse als solches fanden wir jedenfalls so interessant, dass auch wir uns sogleich auf die Suche begeben haben, um geeignete Objekte für tiefenpsychologische Analysen aufzutreiben. Und prompt wurde uns aus streng vertraulicher Quelle ein Papier zugespielt, welches angeblich aus dem Altpapiercontainer eines Berliner Verlagshauses stammen soll. Zwecks Großansicht und Analyse einfach auf das nebenstehende Foto klicken
Hurra, es ist Wahlkampf-Endsiegschlacht – und die FDP schießt noch einmal aus allen Rohren zur Verteidigung der bürgerlichen Freiheit! Äh, Moment – Freiheit? Gehört zur Freiheit nicht auch, mich so zu kleiden, wie mir Lust und Laune es eingeben? Zugegeben, genauso wenig, wie ich in einem quietschgelben Enten-Plüschkostüm herumrennen würde, genauso wenig gelüstet es mich, mir eine sogenannte Burka überzustreifen – aber wem es gefällt, was soll`s!? Jede/r, wie es ihm/ihr beliebt – das ist für mich Freiheit!
Befreiung unterdrückter Frauen aus dem “mobilen Gefängnis”? Liebe Frau Koch-Mehrin, verbieten Sie demnächst auch europaweit Strapse und Minirock, weil es vermutlich vereinzelt junge Frauen gibt, die von ihren Machotypen gegen ihren Willen gezwungen werden, in solch einer “mobilen Peepshow” herumzurennen? Auch ich habe natürlich keine Angst vor einer solchen “mobilen Peepshow”, aber peinlich berührt bin ich manchmal schon. Und das wirklich Erschreckende ist, dass mir im Gegensatz zu burkaverhüllten Frauen (habe erst einmal im Leben eine gesehen) “mobile Peepshows” fast täglich über den Weg laufen. Aber ich nehme es eben hin, dass manch eine/r in der Öffentlichkeit mehr Haut zeigt, als mein ganz persönlicher Geschmack manchmal gutheißt – und genauso kann ich es ertragen, dass es Menschen gibt, die gar keine Haut in der Öffentlichkeit zeigen möchten.
Anstelle eines Burka-Verbotes, welches die wenigen wirklich derart massiv unterdrückten Frauen wohl endgültig dauerhaft ins “nichtmobile Gefängnis” der eigenen vier Wände verbannen würde, sollten Sie – liebe Frau Koch-Mehrin – vielleicht für mehr Geld für unabhängige Frauenberatungsstellen kämpfen. Das würde unterdrückten Frauen, egal ob in Burka oder Minirock, vielleicht helfen, den Unterdrücker abzuschütteln. Aber Sie sagen sich lieber “aus den Augen, aus dem Sinn – und kräftig bei den Rassisten punkten!”, wofür ich Ihnen meine tiefste Verachtung zum Ausdruck bringen möchte. Denn geholfen ist damit wirklich keinem, am wenigsten den von Ihnen wo auch immer gesichteten unterdrückten Burkaträgerinnen Europas. Aber rassistische Ressentiments, die fördern Sie damit auf jeden Fall – und das wissen Sie sicher auch. Aber was macht man nicht alles für ein paar Stimmen mehr vom rechten Rand, wenn die Prognosen für die eigene Partei in den Keller weisen!
Machen Sie doch zur Abwechslung mal Politik, denn dafür sind Sie gewählt worden und dafür werden Sie – nicht zu knapp – vom Steuerzahler bezahlt. Stopp, ich sagte ausdrücklich Politik, nicht rechter Populismus!
Silvana Koch-Mehrin präsentiert beunruhigende Beispiele von Ganzkörperverhüllungen, die von den Trägern aus purer Angst getragen werden. Zeit für die Befreiung – weg mit der Imkerburka, weg mit der Polizeiburka – freie Sicht auf freie Bürger!