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Hintergrund: Niebel geht in die Käppi-Offensive

Umzingelt von Doofen…

20. April 2010

Ein altbekannter Spruch lautet “Der Klügere gibt nach” – eine nicht weniger bekannte Entgegnung darauf sagt, dass deswegen auch die Doofen die Welt regieren. Da will wohl auch “Deutschlands bekannteste Tageszeitung” nicht nachstehen und beweist in einem an Dummheit kaum mehr zu überbietenden Artikel, welches Potenzial in ihr steckt.
Auslöser für den an Merkbefreitheit kaum mehr zu überbietenden Artikel ist ein Plakat der Linksjugend solid, das sich kritisch und satirisch mit der Bundeswehr und dem Krieg auseinandersetzt (Foto):

Über den Vorwurf, hier werden unsere Soldaten in Afghanistan verhöhnt, kann ich eigentlich nur müde den Kopf schütteln. Es ist das Recht der jungen Menschen dieses Jugendverbandes, sich kritisch und auch überspitzt mit der Bundeswehr und ihrer Rolle im Krieg auseinanderzusetzen – und wir befinden uns im Krieg, auch wenn unsere verlogenen Politiker dieses Wort meiden wie der Teufel das Weihwasser. Nicht Ihr verlogenen Politiker haltet in Afghanistan den Kopf hin, sondern eben diese jungen Menschen, die von Euch in eurer unglaublichen Verantwortungslosigkeit dorthin geschickt werden, angeblich unsere Freiheit am Hindukush zu verteidigen. Selbst der verschlafenste Bundesbürger durchschaut Eure Verlogenheit inzwischen, wie die Umfragewerte in Sachen Afghanistan beweisen.
Ihr, liebe Politiker und liebe “beliebteste deutsche Tageszeitung” – und sonst niemand – seid es, die unsere Soldaten in Afghanistan verhöhnen! Ihr Politiker schickt unsere Soldaten für Eure verlogenen Interessen in den Tod. Ihr weint Krokodilstränen an den Särgen der getöteten jungen Menschen und schickt zugleich noch mehr junge Soldaten in diesen sinnlosen Krieg, den keiner will und der keinem nützt. In Eurem Auftrag, liebe Politiker, töten unsere Soldaten Tausende von unschuldigen Zivilisten – bei der Aufklärung des Tanklasterbombardements verhöhnt Ihr die unzähligen Opfer, indem Ihr eine Nebelkerze nach der anderen zündet, um Eure Verantwortlichkeit zu verschleiern.
Bei so viel Verlogenheit und Heuchelei, meine lieben Damen und Herren Volksvertreter, kann ich eigentlich nur noch eines sagen: Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte!
Meine uneingeschränkte Solidarität jedenfalls gilt der jungen Abgeordneten Yvonne Ploetz und ich hoffe, dass sie sich von den heuchlerischen Anfeindungen eines merkbefreiten Redakteurs nicht einschüchtern lässt. Und erst recht nicht von den zynischen und verlogenen Kommentaren der Abgeordnetenkollegen, die das Sterben junger Soldaten  – und vergessen wir es bitte nicht: unzähliger Zivilisten – durch ihre politischen Entscheidungen direkt zu verantworten haben…

Frank-Jürgen Weise, oberster Feldherr des größten stehenden Heeres in Europa, wird künftig im Auftrag des Verteidigungsministeriums eine Kommission leiten, die Vorschläge für eine »effiziente und einsatzorientierte« Struktur der Bundeswehr entwickeln soll.
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, der ja bereits in den vergangenen Jahren Qualitäten im Aufbau stehender Strukturen bewies, ist dafür sicher der geeignetste denkbare Kandidat. Fahnenflucht beispielsweise ist bei seiner bisherigen Truppe kein Thema: einmal dabei, bleibt man ein Leben lang!
Wir sind uns sicher, dass Herr Weise die Synergie-Effekte zu nutzen wissen wird – schließlich bleibt der umtriebige Reformer natürlich weiterhin Chef der BA. Bundeswehr reformieren ist für einen Mann seines Schlages allenfalls ein Job im Hobbyformat, den man nebenher erledigt. Denkbar wären beispielsweise “Ein-Euro-Kombatanten”, die man als preiswerten Truppenersatz in Afghanistan sicher gut gebrauchen könnte. Auslandserfahrung ist schließlich ein Skill, der den Erwerbslosen sicher Pluspunkte bei Bewerbungsgesprächen bringen würde.

Wir hingegen würden allerdings folgende Lösung bevorzugen: Gliedern Sie die kleinere Truppe doch einfach an die große an – die paar Männekes mehr wird die BA schon verkraften – und billiger wäre es allemale. Und wie gesagt: Fahnenflucht gibt es nicht bei der BA!

Quelle: http://www.jungewelt.de

 
 
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