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Sehr geehrter Herr Hahn!

Na, Ihr vom “Vermieter-Arbeitskreis-Stadtspuren” in Potsdam seid ja lustige Vögel. Ihr habt also mal – aus reiner Ratlosigkeit – durchgespielt, wie es wäre, alle Hartz-IV-EmpfängerInnen aus Potsdam nach Brandenburg/Havel zwangsumzusiedeln, um Eure Buden für zahlungskräftigere Klientel freizuräumen? Lustige Idee – pünktlich zum 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz!

Habt Ihr bei der Gelegenheit – so grad in lustiger “Planspiellaune” – vielleicht sogar gleich mit durchkalkuliert, wie schön sich Eure Wohnungsbilanz in Potsdam entwickeln würde, wenn man MigrantInnen, lästige RentnerInnen, die tolle Wohnungen im 5. Stock belegen und prekär Beschäftigte, die eh kein richtiges Geld in der Stadt lassen, gleich mit deportiert?

Vielleicht könnte man auch noch jeden mit einem IQ unter 100, alle Fettleibigen und Kahlköpfe, alle Behinderten und anderweitig nicht der Norm entsprechenden Mitmenschen gleich mitdeportieren – auf dass Potsdam richtig attraktiv werde für dekadente VermieterInnen, die sich – natürlich nur aus Ratlosigkeit – perversen Deportationsplanspielen hingeben möchten.

Das Ekelhafteste an Ihren kranken Planspielen allerdings ist für uns die Tatsache, dass Sie Ihre kranken Ideen – trotz klarer Selbsterkenntnis der Absurdität – ohne Wimpernzucken auch noch in aller Öffentlichkeit ausbreiten. Ein kleiner Akzeptanztest? Nun denn – hier unser Feedback für Ihre “Planspielauswertung”:

Sie haben echt einen überdimensionierten Knall! Wenn Ihnen in Ihrer offensichtlichen Ratlosigkeit nichts anderes als “Deportationsphantasien” in den Sinn kommen, sollten Sie sich vielleicht mit etwas Harmloseren als “Siedlungspolitik” beschäftigen. Wir empfehlen eine Modelleisenbahn im privaten Hobbykeller – auch damit kann man herrlich “Deportation” spielen, ohne jedoch der Öffentlichkeit auf den Keks zu gehen und ohnehin schon zu Genüge diskriminierten Erwerbslosen ob Ihrer Phantasien den Angstschweiß auf die Stirn zu treiben!

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In diesem Sinne – ab in den Keller!

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Herzlichst

Ihre zwangsschreibende Redaktion von kopperschlaeger.net

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Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12261006/60709/Stadtspuren-Chef-Ulf-Hahn-ueber-Hausbesetzerdemos-Mieten-die.html

12 Kommentare bis ““Absurde Planspiele”: Arbeitslose zwangsumsiedeln!”

  1. [...] keine Skimaske Der Postillon, 20.01.2012“Absurde Planspiele”: Arbeitslose zwangsumsiedeln! Kopperschläger, 20.01.2012 [...]

  2. Silvia Tito sagt:

    Diesem Herrn Hahn würde ich gern mal persönlich in den “Arsch” treten.

    Die Menschenverachtende Haltung in unserer Gesellschaft durch solche asozialen “Typen” find ich nur noch zum “kotzen”!

    Möge man mir meine unflätige Ausdrucksweise bitte verzeihen, liebe Leser/Innen, aber bedingt durch meine Arbeit in der Bekämpfung krimineller und skrupelloser Möchtegern- Manager, die sich für unangreifbar halten, was für ein arroganter Irrtum :-) ,

    muss ich ab und zu mal Dampf ablassen, siehe hier:

    http://hermessubunternehmer.wordpress.com/

    Beste Grüße an Feind & Freund

    Silvia Tito

  3. Julie sagt:

    Ich mach’s mal ganz kurz: Standing Ovations für unseren Frank Kopperschlaeger ! Danke !

  4. rattazong sagt:

    Da haben wir’s wieder: Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich nen Arbeitskreis! Die armen Ratlosen, die…

  5. kopperschlaegerdotnet sagt:

    Selbstverständlich hat die Redaktion Herrn Hahn per E-Mail (hahn@wgkarlmarx.de) über diesen Artikel in Kenntnis gesetzt:

    Sehr geehrter Herr Hahn!

    Einem mit Ihnen geführten Interview in der Märkischen Allgemeinen entnehme ich, dass Sie aus “reiner Ratlosigkeit” Planspiele zur Zwangsumsiedlung aller “Hartz-IV-Empfänger” durchgeführt haben.

    Ich bin begeistert, auch wenn ich glücklicherweise als von “Hartz-IV” Betroffener nicht im Einzugsbereich Ihrer Phantasien leben muss – so begeistert, dass ich mich entschlossen habe, Ihnen eine kleine Glosse zu widmen, natürlich nur aus “reiner Ratlosigkeit”!

    http://kopperschlaeger.net/2012/01/absurde-planspiele-arbeitslose-zwangsumsiedeln/

    Mit den besten Empfehlungen

    Frank Kopperschläger
    Redaktion kopperschlaeger.net

  6. flatter sagt:

    Wenn man sich den Maßstäben auch nur auf Sichtweite nähert, die von deutschen Behörden gegen ‘Linksextremisten’ angelegt werden (siehe “Gentrifizierung”), müsste der Verfassungsschutz – der ja jetzt ganz feste aufpasst auf die Rechten – den Herren vom “Arbeitskreis” schleunigst die Türen eintreten und sie bis zum Widerruf Tag und Nacht überwachen.
    Ich sag ja bloß …

  7. [...] “Absurde Planspiele”: Arbeitslose zwangsumsiedeln! [...]

  8. Watt denn? Dieses arbeitscheue Gesindel will sich noch aussuchen, wo die wohnen wollen? Etwa bei Guido Westerwellchen auf seiner bescheidenen Finca auf Mallorca? Oder bei den armen Unternehmerfreunden von dem Wulff auf deren bescheidenen 50 Hektar Gundtstücken, in deren kleinen 70 Zimmer Villen? Nein, so geht das nicht, das Gesockse, das faule gehört in Einzimmer Appartemnets in Berlin-Neukölln oder Köln-Chorweiler, die Leistungselite unserer Gesellschaft will mit dem Plebs ja nicht benachbart wohnen, die braucht ihre Ruhe. Ich sage nur: Wir brauchen Ghettos für die Arbeitsfaulen, damit die Reichen uns in Ruhe ausplündern können. Nur so geht es wieder aufwärts, zumindest für die Plünderer …

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